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Forschungsambulanz

Forschungsverantwortung

Tanja von Seggern

 

Forschungsassistenz

Anna Freese
Telefon 0511 / 800 497 - 23
freese(at)winnicott-institut.de

Forschungsprojekt 1:
Vergleichsstudie zur Wirksamkeit verschiedener Settings bei der Behandlung von spezifischen Störungsbildern bei Kindern & Jugendlichen


Die Studie macht es sich zur Aufgabe, die unterschiedliche Wirksamkeit der verschiedenen Settings (Einzelbehandlung; Gruppenbehandlung und kombiniertes Behandlungssetting im Rahmen psychoanalytisch begründeter Verfahren) bei verschiedenen Störungsbildern zu untersuchen. Das Behandlungssetting ist ein wesentlicher Wirkfaktor der Psychotherapie. Bestimmte Settings sind für spezifische Störungsbilder, in Abhängigkeit zur Altersstufe der Patienten, wirksamer als andere.

Die geplante Studie geht der Frage nach, welche Krankheitsbilder in welchem Behandlungssetting erfolgreicher behandelt und daher möglicherweise sinnvoller und effizienter gelindert/ bzw. geheilt werden können.

Es handelt sich also um keine störungsspezifisch angelegte Studie, sondern es geht vielmehr darum, Patienten im Alter von 6 -18 Jahren – verteilt auf drei Altersstufen, entsprechend ihrer psychophysischen Entwicklung einzuteilen, um somit die unterschiedlichen Altersgruppen gesondert untersuchen zu können. Die Behandlungsergebnisse sollen vor dem Hintergrund der Eingangsdiagnose/en (ICD-10) überprüft werden – im Sinne des primären Outcome-Maßes (Diagnose ja/nein), sowie hinsichtlich einer besseren Verfügbarkeit psychischer Funktionen (u.a. sichtbar OPD-KJ Strukturachse: Erwerb reflexiver Funktionen; bessere Affektdifferenzierung und –steuerung; Erlangen von Beziehungsfähigkeit; Nutzung reifer Abwehrmechanismen) sowie insgesamt hinsichtlich der Verbesserung der Lebensqualität, eines verbesserten Umgangs mit Lebenskrisen.

Forschungsprojekt 2:
Langzeitforschungsstudie zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit psychotherapeutischer Interventionen in der Mutter/ Eltern-Kind- Beziehung bei frühen Entwicklungs- und Anpassungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter


Die Studie hat zum Ziel, die Wirksamkeit von frühen Interventionen bei der Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit ihren Mütter/ Eltern auf ihre Nachhaltigkeit hin zu beforschen. Die Untersuchung könnte Aufschluss darüber geben, inwiefern frühzeitige Interventionen die Entwicklung der Primärbeziehung positiv beeinflussen und somit die gesunde Entwicklung des Kindes und eine förderliche Eltern-Kind-Beziehung nachhaltig begünstigen. Die Studie könnte im Hinblick auf die Bedeutsamkeit früher Interventionen bei krankheitswertigen Auffälligkeiten chronifizierende Verläufe bzw. Folgeerkrankungen verhindern. Dies könnte auch Aufschluss geben für die Möglichkeiten der nachhaltigen Beförderung von Resilienzen durch kurzfristige präventive Maßnahmen.

Der mögliche Vorteil läge in der Sichtung der Möglichkeiten einer frühzeitigen Intervention zum Zweck einer langfristig stabilen psychischen Gesundheit und damit eines geringeren psychotherapeutischen Behandlungsbedarfs in späteren Jahren.

Als Kontrollgruppe werden retrospektiv entsprechende Daten erfasst, in dem die Patienten bzw. deren Eltern der Vergleichsstudie im Rahmen der Erhebung anamnestischer Daten (Genese) gezielt zu Regulationsstörungen ihres Kindes in der frühen Zeit und deren Behandlung befragt werden. Aus ethischen Gründen ist eine parallel zur Interventionsgruppe laufende Kontrollgruppe, die eine Behandlung im Sinne des treatment as usual erhält, nicht vertretbar, somit haben wir uns für das Modell der Nachbefragung entschieden.

In die Nachhaltigkeitsstudie können Säuglinge/ Kleinkinder bis zu 2;6 Jahren aufgenommen werden.